Prävention von schwerer intrafamiliärer Gewalt an Kindern

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines standardisierten Risikobeurteilungsmodells zur Verhütung von eskalierender, intrafamiliärer Gewalt. Hintergrund für die Studie ist die Tatsache, dass laut Untersuchungen mindestens jedes vierte Kind in Deutschland in Zusammenhang mit einer Trennung und einem Streit ums Sorge- bzw. Umgangsrecht gewaltsam zu Tode kam. Deshalb ist davon auszugehen, dass insbesondere Trennungszeiten für betroffene Kinder Hochrisikozeiten sind und dass unbedingt versucht werden sollte, hieraus resultierende Gefahren so früh wie möglich zu erkennen und den betroffenen Erziehungspersonen so früh wie möglich professionelle Hilfe zukommen zu lassen.

"Prävention braucht Diagnostik, und Prävention braucht Zusammenarbeit. Ich freue mich, dass der WEISSE RING gemeinsam mit der Deutschen Kinderhilfe dieses so wichtige Projekt zur Reduzierung von Gefahren für unsere Kinder ‎mit trägt und mit finanziert."

Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender, Deutsche Kinderhilfe e.V.

 

 

Aus diesem Grund haben sich die Deutsche Kinderhilfe und der WEISSE RING zusammengeschlossen, um den Akteuren im Kinder- und Jugendschutz auf der Basis einer Studie ein wissenschaftlich entwickeltes standardisierten Risikoanalyseinstrumentes an die Hand zu geben, das Familienrichter in die Lage versetzt, hierauf basierend über gebotene Begutachtungen von Erziehungspersonen zu entscheiden, und dies unabhängig von der sprachlichen Kompetenz derjenigen, die die Empfehlung abgeben.

Die Studie wird unter der Leitung von Herrn Prof. Jerome Endrass , Universität Konstanz erfolgen.